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über DEMENZ

DEr MENsch Zählt

DEMENZ

Die Diagnose DEMENZ verhält sich wie ein ins Wasser geworfener Stein, der seine Kreise zieht. Den Impuls der persönlichen Veränderung erleben die Betroffenen längst vor der Diagnose und dieser beeinflusst und verändert im Verlauf der Erkrankung nicht nur sie selbst sondern das gesamtes Umfeld - Kreis um Kreis.


Es ist mehr als auffällig, wenn in unserer leistungsorientierten Gesellschaft „plötzlich“ alltägliche, banale Dinge nicht mehr wie gewohnt funktionieren und das Verhalten von unseren Normen abweicht. Dieses Erkennen führt nicht nur bei Menschen mit DEMENZ, sondern auch bei deren An- und Zugehörigen zu einem „emotionalen Chaos“ aus Angst, Scham, Wut, Verunsicherung und Verzweiflung. 

Was ist eine DEMENZ? 

Eine DEMENZ ist ein sogenanntes Syndrom, als Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass das Gehirn, das Gedächtnis, das Denken - unser Verstand zunehmend beeinträchtigt werden und in weiterer Folge zu schwerwiegenden Veränderungen in der Psyche, im sozialen Leben sowie in alltäglichen Tätigkeiten - bis hin zum Verlust der Selbständigkeit führen kann. Für eine DEMENZ gibt es verschiedene Ursachen, die in unserem Gehirn selbst liegen (primäre Demenzformen) aber auch Folgen einer organischen Erkrankung (sekundäre Demenzformen) sein können. Vor allem primäre Demenzformen sind irreversibel, also unumkehrbar und lebensbegrenzend. Die häufigste und wohl bekannteste Form hiervon ist die sogenannte „Alzheimer Demenz“. Sekundäre Demenzformen hingegen sind bei entsprechender Früherkennung und frühzeitiger Behandlung teilweise reversibel.

Es gilt: Sobald erste Veränderungen, ungewöhnliche Handlungsmuster - also Auffälligkeiten (siehe unten) auftreten, das Gespräch mit einem Arzt/einer Ärztin des Vertrauens zu suchen und um eine genaue Diagnosestellung zu bitten. Dazu werden in der Regel nicht nur die Blutwerte betrachtet und ein CT oder MRT durchgeführt, sondern auch unterschiedliche Tests betreffend der Gehirnleistung und dem psychischen Zustand gemacht. Je früher eine Diagnose erfolgt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, durch rechtzeitige Maßnahmen den weiteren Verlauf der Erkrankung zu verzögern, die Symptome zu lindern oder gegeben falls auch verschwinden zu lassen. Je früher eine Diagnose erfolgt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, durch rechtzeitige Maßnahmen den weiteren Verlauf der Erkrankung zu verzögern.

Erste ernstzunehmende Veränderungen

  • Probleme den Alltag selbständig zu meistern
    Sucht Alltagsgegenstände (Brille, Schlüssel, Geldtasche, …) öfter als früher- sie werden an ungewöhnliche Plätze gelegt (unabsichtliches Verstecken) - es werden andere Personen verdächtigt, die Gegenstände weggenommen zu haben, 
    Mühe, komplexen Gedanken zu folgen oder eine Aufgabe zu erledigen die mehrere Schritte beinhaltet (z.B. Kuchen backen, Umgang mit Geld) 
  • Kommunikation und Sprache
    Erzählt die gleichen Geschichten immer wieder, Wortfindungsstörungen, ungenaue, weitschweifende Antworten auf Fragen 
  • Kognitive Einschränkungen
    Zunehmende Vergesslichkeit, mangelnde Konzentrationsfähigkeit, Orientierungsschwierigkeiten (räumlich und zeitlich), Erinnerungslücken  
  • Veränderungen im sozialen Miteinander – sozialer Rückzug
  • Vernunft und Urteilskraft verändern sich
  • herausforderndes Verhalten - Verlangsamung, Aufgeregtheit, unbegründetes Misstrauen, Aggressivität, Passivität, …
Wichtig sind hier eine umfassende Aufklärung über das Krankheitsbild, ihre Diagnose, die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten und vor allem der Umgang mit den betroffenen Menschen. 

Jeder Mensch ist einzigartig in seiner Persönlichkeit und seiner Biografie, darum ist auch jede DEMENZ individuell in ihrem Verlauf. 

„DEr MENsch Zählt“

"Der Mensch mit DEMENZ - er kann LEBEN, LIEBEN, LACHEN, LAUFEN und LERNEN, wenn du ihm hilfst!"

12 Risikofaktoren im Überblick

  1. Kopfverletzungen
  2. Übermäßiger Alkoholkonsum
  3. Feinstaubbelastung
  4. Mangelnde Bildung
  5. Übergewicht
  6. Bluthochdruck
  7. Eingeschränkte Hörfähigkeit
  8. Rauchen
  9. Diabetes
  10. Depressionen
  11. Bewegungsmangel
  12. Mangel an sozialen Kontakte

DEMENZ ABC

Begriffsammlung

A - Aufklärung, Aktivierung, Angehörige, Alzheimer, Alltag, Aggression, Abwesenheit, Angst, Abschied, Atrophie, Ausgleich
B - Beratung, Begleitung, Betreuung, Biografie, Beschäftigung, Behandlung, Bedürfnisse, Bewegung, Burnout
C - Casemanagement, Chaos, CT
D - Demenzformen, Diagnose, Differentialdiagnose Depression, Delir, Dazugehören
E - Entlastungsmöglichkeiten, Erwachsenschutzgesetz, Edukation, Entspannung, einfühlsame Kommunikation, Einsamkeit, Energie
F - Finanzielle Unterstützung, Frontotemporal
G - Gedächtnis, Gesundheit, Gehirnzellen, Gehirn, Gemeinsam
H - Hilfestellung, hineinfühlen, Herausforderung, Hilflosigkeit
I - Individuell, Identität, Ich-Stärkung, interfamiliär, Inkontinenz, Isolation
J -
K - Krankheitseinsicht, Kommunikation, Klärung offener Fragen, Krankenhausaufenthalt
L - Leben, Lachen, Laufen, Lieben
M - Medikation, Musik, MRT, Methoden
N - nichtmedikamentöse Behandlung, Notfallkontakte, Normalität leben, neurodegenerativ
O - Organisation, Orientierung, Ohnmacht
P - Prophylaxe, Pflege, Pflegegeld, Phasen, Psychohygiene, personenzentriert, Persönlichkeitsveränderungen, Plaques, Planlos, Panik
Q - Quellen, Qual
R - Ressourcen, Rituale, Resignation, Rückzug, Rollentausch
S - Stadien, Schulung, Selbstfürsorge, Selbstpflege, Stärken, Selbsterfahrung, Schlafstörungen, Scham, Sprachstörungen, Stress
T - Training, Trauer, Tagebuch, Tagesstruktur, Tag-Nacht-Umkehr
U - Ursachen, Unterstützung, Unruhe, Unsicherheit, Urteilsvermögen, Überforderung
V - Vergessen, Vorsorge, Vorbereitung, Veränderungen, Validation, Verlust, vaskulär, Verzweiflung
W - Wissen, Was kann ich tun, Wahnvorstellungen, Weglaufen, Wohlbefinden
X  - „Xund“ bleiben
Y -
Z - Zukunft, Zeit

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Fotos : Doris Sporer, Fleck